VERSTEHEN, WAS SIE MESSEN

Eine gute Messung beginnt mit dem richtigen Kontext.

Geschätzte Dezibel verstehen

Die Hauptanzeige zeigt automatisch einen Schätzwert in dB(A), beziehungsweise dB(C) oder dB(Z). Als Ausgangspunkt addieren wir 100 dB zum digitalen Mikrofonpegel. Die Profile für Mobilgeräte, Computer und externe Mikrofone verwenden dieselbe allgemeine Annahme: Aus der Geräteklasse lässt sich keine verlässliche Empfindlichkeit ableiten. Der Versatz ist nicht messtechnisch geprüft. Große Abweichungen sind möglich.

„Geschätzt“ bezeichnet diese automatische Annahme. „Manuell kalibriert“ bedeutet, dass Sie den Gesamtversatz selbst festgelegt haben; das bestätigt keine Genauigkeit. „Mit Referenz abgeglichen“ bezeichnet einen Vergleich mit Ihrem Referenzmessgerät. Alle drei bleiben Schätzungen und ersetzen kein zertifiziertes Instrument.

Den digitalen Rohpegel in dBFS finden Sie unter den erweiterten Einstellungen. Negative dBFS-Werte sind normal. Ältere gespeicherte Messungen behalten ihre ursprünglichen Werte und Einheiten; sie werden nicht rückwirkend umgerechnet.

Die Farben Ruhig, Normal, Laut, Sehr laut und Extrem laut sind grobe Orientierung für A-bewertete Schätzwerte. Sie sind keine Sicherheits-, Gesundheits- oder Grenzwertbewertung. Bei C und Z werden diese Vergleichsbänder ausgeblendet.

So messen Sie nachvollziehbar

  1. Stellen Sie Ihr Gerät ruhig ab und halten Sie das Mikrofon frei. Notieren Sie bei Vergleichen Raum und Geräteposition.
  2. Starten Sie die Messung und erlauben Sie den Mikrofonzugriff. Sprechen Sie während der Messung möglichst nicht direkt in das Mikrofon.
  3. Notieren Sie Raum, Abstand, Fensterstellung und laufende Geräte. Verwenden Sie bei Vergleichen denselben Aufbau.
  4. Beenden und speichern Sie die Messung mit dem Speicherbutton. Unter „Gespeicherte Berichte“ können Sie Notizen ergänzen und PDF- oder CSV-Dateien herunterladen.

Frequenzbewertung und Zeitbewertung

A-Bewertung dämpft insbesondere tiefe Frequenzen. C-Bewertung berücksichtigt mehr tieffrequente Energie; Z verwendet keine Frequenzbewertung. Die digitalen Filter sind Näherungen und korrigieren nicht den unbekannten Frequenzgang Ihres Mikrofons. Sie erfüllen keine zugesicherte Messgeräteklasse.

„Schnell“ verwendet 125 Millisekunden, „Mittel“ 500 Millisekunden, „Langsam“ eine Sekunde. „Impuls“ reagiert in 35 Millisekunden und klingt langsamer ab. Minimum und Maximum beziehen sich auf diese zeitbewertete Anzeige. Spitzenpegel ist dagegen der größte frequenzbewertete Abtastwert ohne Zeitglättung, keine normgerechte Spitzenmessung und kein interpolierter Spitzenwert. In älteren Messungen fehlt dieser Wert. Der Durchschnitt wird energetisch über gültige Messdaten berechnet. Pausen und fehlende Daten werden nicht als Stille gezählt.

Kalibrierung anpassen

Öffnen Sie „Kalibrieren“ und geben Sie die gewünschte Korrektur in dB direkt ein oder verwenden Sie die Plus- und Minusbuttons. Ein Komma ist als Dezimaltrennzeichen möglich. „Übernehmen“ passt die gesamte laufende Messung an; gespeicherte Berichte bleiben unverändert.

Die Korrektur ergänzt die allgemeine Annahme von 100 dB. Verwenden Sie zum Vergleich ein geeignetes Referenzmessgerät bei gleicher Frequenzbewertung. Ohne verlässlichen Vergleich belassen Sie die Korrektur bei 0 dB. Die Werte bleiben Schätzungen. Vorhandene Referenzprofile bleiben gespeichert.

Wenn das Mikrofon nicht funktioniert

Erlauben Sie in den Website-Einstellungen Ihres Browsers den Mikrofonzugriff. Prüfen Sie, ob ein Mikrofon verbunden ist oder eine andere Anwendung den Eingang blockiert. Mikrofonzugriff benötigt eine sichere Verbindung (HTTPS). Wenn ein Eingang verschwindet, beenden Sie die Sitzung und wählen Sie das passende Mikrofon neu.

Bei Übersteuerung oder sehr schwachem Signal ist die Aussagekraft eingeschränkt. Der zuverlässige absolute Messbereich Ihres Mikrofons ist unbekannt. Fehlende Messdaten erscheinen als Strich und als Lücke im Verlauf.

Hintergrundbetrieb und Bildschirm

Falls verfügbar, kann die Website den Bildschirm während der Messung wach halten. Beim Wechsel in den Hintergrund pausiert die Messung als erkennbare Unterbrechung. Setzen Sie sie nach Ihrer Rückkehr bewusst fort. Eine lückenlose Überwachung über Nacht ist nicht gewährleistet.

Offline nutzen und installieren

Öffnen Sie die Website zunächst online und warten Sie auf „Offline verfügbar“ im Seitenfuß. Danach können Sie die vorbereiteten Funktionen auch ohne Netzwerkverbindung nutzen. Die Mikrofonfreigabe bleibt erforderlich. Eine Installation ist nicht nötig.

Unterstützt Ihr Browser die Installation, finden Sie im Seitenfuß „App installieren“. Auf einem iPhone oder iPad können Sie in Safari über „Teilen“ und „Zum Home-Bildschirm“ eine Verknüpfung hinzufügen. Betriebssystem und Browser bestimmen die genaue Bezeichnung.

Lärmprotokoll und Downloads

Manuelle Einträge benötigen kein Mikrofon. Herkunft und Änderungen werden gekennzeichnet; eine angehängte Originalmessung bleibt erhalten. PDF- und CSV-Dateien entstehen lokal. CSV verwendet Semikolon als Trennzeichen und das deutsche Dezimalkomma. Die JSON-Sicherung stellt Einträge einschließlich angehängter Messungen wieder her.

Datums- und Zeitangaben verwenden Europe/Berlin. Messberichte nennen den jeweiligen UTC-Versatz. Die Geräteuhr ist die Zeitquelle; die Zeit wird nicht durch einen Server bestätigt. Manuelle Uhrzeiten sind Ihre Angaben und werden nicht unabhängig geprüft.

Was dieses Tool nicht beurteilt

Die Website gibt keine medizinischen Einschätzungen, sicheren Expositionszeiten oder rechtlichen Urteile ab. Die farbigen Bereiche geben Orientierung, keine Grenzwertbewertung. Nutzen Sie für verbindliche Messungen geeignete Fachstellen und zertifizierte Geräte.

Technische Grundlagen

Die Berechnung erfolgt lokal mit der Web Audio API. Es werden nur Zahlen, keine Audioaufnahmen gespeichert. Informationen zu den Browser-Schnittstellen finden Sie bei MDN Web Docs.

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