Dezibelmesser kalibrieren: Was die Korrektur leistet
Der Online-Dezibelmesser startet mit einem allgemeinen Versatz von 100 dB zum digitalen Mikrofonsignal. Wenn Sie einen geeigneten Vergleichswert haben, können Sie diesen Versatz manuell korrigieren. Das verbessert einen Vergleichspunkt, ersetzt aber keine geprüfte Mikrofoncharakterisierung.
Korrektur nachvollziehbar einstellen
Messen Sie mit beiden Geräten möglichst am selben Ort und zur selben Zeit. Achten Sie auf dieselbe Frequenzbewertung und eine möglichst vergleichbare zeitliche Anzeige. Zeigt das Referenzgerät beispielsweise 53 dB(A) und der Browser 50 dB(A), können Sie die bestehende Korrektur um +3 dB erhöhen. Schwankt das Geräusch stark, ist ein einzelner Moment für den Abgleich ungeeignet.
Öffnen Sie die Kalibrierung über die Badge unter SCHALLPEGEL oder über die Einstellungen. Sie können den Wert eintippen oder die Plus- und Minustasten verwenden. „Übernehmen“ passt die gesamte laufende Sitzung sofort an, auch bereits erfasste Punkte und Statistiken. Bereits gespeicherte Berichte verändern sich nicht.
Warum bleiben es Schätzwerte?
Eine konstante Korrektur verschiebt alle Werte gleich. Mikrofone unterscheiden sich jedoch auch im Frequenzgang, bei leisem Signal, durch automatische Verarbeitung des Systems und bei Übersteuerung. Ein Vergleich bei einem Pegel garantiert daher keine Genauigkeit bei einem anderen. Die App fordert automatische Verstärkung und Rausch-/Echounterdrückung als deaktiviert an, kann aber nicht jede Hardwareeigenschaft überprüfen.
Eine Korrektur kann kein übersteuertes Signal reparieren und macht aus dem Handy keinen geeichten Schallpegelmesser. Ohne verlässliches Referenzgerät lassen Sie die Zusatzkorrektur bei 0 dB und kennzeichnen den Wert als Schätzung.
Welches Profil wird gespeichert?
Der Browser speichert den Abgleich lokal für eine passende Mikrofonkonfiguration, einschließlich ausgewähltem Eingang und Frequenzbewertung. Ein anderer Browser oder ein Wechsel des Mikrofons ist nicht automatisch derselbe Aufbau. Prüfen Sie nach einem Gerätewechsel die Badge erneut. Zurücksetzen der sichtbaren Korrektur ist nicht identisch mit dem Löschen aller bereits gespeicherten Profile.
Häufige Fragen zu Genauigkeit und Kalibrierung
Was ist der Unterschied zwischen einem Online-Dezibelmesser und einem professionellen Schallpegelmesser?
Der Online-Dezibelmesser nutzt ein nicht geprüftes Geräte- oder Handymikrofon und zeigt einen Schätzwert. Ein professionelles Schallpegelmessgerät hat spezifizierte Eigenschaften und kann für geeignete, fachgerecht durchgeführte Prüfungen eingesetzt werden. Dieses Browser-Tool ersetzt solche Messungen nicht.
Was bedeutet dB(A)?
dB(A) bezeichnet einen Dezibelpegel mit A-Frequenzbewertung. Dabei werden Frequenzen unterschiedlich gewichtet; tiefe Anteile zählen schwächer. Die Hauptanzeige verwendet diese Bewertung standardmäßig, bleibt ohne geprüfte Mikrofonempfindlichkeit aber ein Schätzwert.
Was bedeuten die Frequenzbewertungen A, C und Z?
A gewichtet tiefe Frequenzen stärker herunter und ist die Voreinstellung. C berücksichtigt tiefe Anteile stärker. Z verwendet keine zusätzliche Frequenzbewertung. Wählen Sie die Einstellung unter Einstellungen; Werte mit unterschiedlicher Bewertung sollten Sie nicht direkt als gleichartige dB(A)-Werte vergleichen.
Was bedeuten Minimum, Durchschnitt, Maximum und Peak bei der Messung?
Minimum und Maximum sind die kleinste und größte zeitbewertete Anzeige einer Sitzung. Der Durchschnitt fasst die gemessene Signalenergie über die gültige Messdauer zusammen. Peak, im Tool Spitzenpegel genannt, ist ein kurzzeitiger Höchstwert und kann höher als das zeitbewertete Maximum ausfallen.
Warum schwanken die angezeigten Dezibelwerte?
Geräusche und ihr Abstand ändern sich ständig. Auch Reflexionen, Bewegungen des Handys und die gewählte Zeitbewertung beeinflussen die Anzeige. Eine langsamere Zeitbewertung glättet die sichtbare Zahl, ohne den Schall selbst zu verändern.
Welche Geräusche kann ein Handymikrofon nur eingeschränkt messen?
Sehr leise, sehr laute, tieffrequente oder sehr kurze Geräusche können durch Mikrofoneigenschaften und Signalverarbeitung verfälscht werden. Bei Übersteuerung ist die betroffene Messung unzuverlässig. Eine einfache Pegelkorrektur kann diese Grenzen nicht beseitigen.